Dass Schokolade im wahrsten Sinne des Wortes Gift
für Hunde und Katzen ist, wissen die meisten Tierhaltenden. Andere
Lebensmittel, die nicht gut für die vierbeinigen Lieblinge sind – zum Beispiel
Weintrauben oder Avocados – sind längst nicht allen bekannt. Die
Haustierversicherung AGILA klärt auf, welche weiteren Gefahren es im Haushalt
für Hunde und Katzen gibt und wie sie zu vermeiden sind.
Unterschiedliche Stoffe und Substanzen können leichte Magen-DarmVerstimmungen
bis hin zu schweren Vergiftungen verursachen. Neben den
erwähnten Avocados und Weintrauben können beispielsweise auch Knoblauch
und Walnüsse sowie Tomaten, Auberginen und rohe Kartoffeln gefährlich für
Vierbeiner werden. Darüber hinaus sind vor allem stark gewürzte, fettige
Speisen und gesüßte Leckereien für Magenverstimmungen bei Tieren
verantwortlich. Aber auch Medikamente (z. B. Ibuprofen, Aspirin), Putzmittel
und viele Pflanzen (z. B. Tulpen, Geranien, Yuccapalmen) können den Tieren
schaden. All diese Dinge sollten daher am besten außer Reichweite der
Vierbeiner aufbewahrt werden. „Bei Anzeichen einer Vergiftung wie Erbrechen,
Herzrasen oder Atemnot sollten Besitzende unbedingt die Tierarztpraxis
aufsuchen“, so die AGILA Expertin Franziska Obert.
Eine ganz andere Gefahr für Vierbeiner im Haushalt sind elektrische Kabel. Vor
allem junge Hunde knabbern gerne daran herum und auch viele Katzen spielen
damit, wenn sie offen sichtbar sind. Deshalb sollten sie immer hinter
Kabelschutzleisten oder in speziellen Wannen und Nischen verborgen bleiben.
Auch leicht zu verschluckende Kleinteile wie Büroklammern, Ohrstecker,
Nähzeug oder kleine Spielzeugfiguren sind ein Risiko für Hund und Katze.
Werden sie verschluckt, können sie die Speiseröhre, Darmwände und
Verdauungsorgane der Tiere schädigen oder zu einem Darmverschluss
führen. Grundsätzlich gilt: Besteht der Verdacht, dass die Katze oder der Hund
ein solches Kleinteil verschluckt haben, ist es ratsam, umgehend eine
Tierarztpraxis aufzusuchen. Auf keinen Fall sollten Haltende den Vierbeiner
selbst zum Erbrechen zu bringen, denn die verschluckten Gegenstände können
auch auf dem Weg hinaus Verletzungen verursachen.
Eine spezielle Gefahr für Katzen stellen gekippte Fenster dar. Immer wieder
verletzen sich die Samtpfoten beim Versuch durch die gekippte Öffnung zu
springen schwer, weil sie nach unten rutschen und eingequetscht werden. Die
gute Nachricht: Es gibt spezielle Katzenschutzgitter. Alle Fenster, die gelegentlich
gekippt werden, sollten in Katzenhaushaltenden damit ausgerüstet werden.
Wer sich der Gefahren für Tiere im Haushalt bewusst ist, kann relativ leicht dafür
sorgen, sie zu umgehen, um negative Konsequenzen zu vermeiden. Mehr
Informationen zu giftigen Substanzen finden Besitzende auch im AGILA
Giftlexikon.
Webseite: https://www.agila.de/tiergesundheit/
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